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Presseberichte über die Botti:

KSTA:

Archiv der Rubrik Köln vom 15.02.2001:

Bottmühle"Falken" planen TagungszentrumDie "Falken" wollen nicht nur dauerhaft in der Bottmühle bleiben. Sie wollen ihr Domizil auch zu einem Tagungs- und Seminarzentrum ausbauen. Ein Glasanbau auf der Vorder- und Rückseite, im Bereich der historischen Stadtmauer, soll zu den vorhandenen 240 zusätzliche 320 Quadratmeter Raum schaffen. "Dann könnten auch andere Gruppen in dieser historischen Stätte tagen", sagt Nathalie Löwe, Vorsitzende der sozialistischen Jugendorganisation. Zudem wäre mehr Platz für die Betreuung der Jugendgruppen. Übernachtungsmöglichkeiten sind jedoch nicht geplant. Der Anbau gehört zum Finanzierungskonzept, das die "Falken" der Verwaltung vorgelegt haben. Für 1,5 Millionen Mark wollen sie die Bottmühle sanieren. Ein Großteil davon soll in die Erweiterung fließen. 150.000 Mark wollen die "Falken" an Spenden aufbringen. Den Rest steuern das Landesfamilienministerium und die Stiftung Deutsche Jugendmarke bei. Gerade haben sich Vertreter der Jugendorganisation mit Oberbürgermeister Fritz Schramma getroffen, der ursprünglich vorgeschlagen hatte, die Bottmühle der Karnevalsgesellschaft Altstädter zu überlassen. Schramma habe das Konzept begeistert aufgenommen, erzählt Nathalie Löwe. "Wir brauchen jetzt nur noch die endgültige Zusage, um die Gelder zu beantragen." "Auf der Grundlage dieses Konzepts gibt es eine realistische Chance auf einen Verbleib der Falken in der Bottmühle", bestätigt Stadtkämmerer Werner Böllinger. Das Konzept ermögliche die dauerhafte Erhaltung der Bausubstanz ohne städtische Mittel. Unter Federführung des Jugenddezernats müsse jedoch noch ausführlicher geprüft werden - "gerade im Hinblick auf den Denkmalschutz", so Böllinger. Nach seiner Einschätzung dürfte die Sanierung allein rund 1,1 Millionen Mark kosten, "wobei eine größere Eigenleistung der Falken bei der Sanierung die Summe auch noch verkleinern könnte". Zurzeit werden in der Bottmühle mehrere Gruppen mit bis zu 15 Kindern betreut. Außerdem werden die Räume als Nachbarschaftstreff und für Jugendfeiern genutzt. Der geplante Anbau soll einen kleineren Raum auf der Vorderseite und einen größeren für rund 100 Personen auf der Rückseite schaffen. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Entwicklung. "Warum nicht gleich so", fragt Ratsherr Martin Börschel. "Schramma hat ohne Not viel Aufregung unter der Jugendorganisation heraufbeschworen."


Archiv der Rubrik Köln vom 27.01.2001:

BottmühleRückschlag für "Falken"keb - Neue Runde im Streit um die Bottmühle: Mit den Stimmen von CDU und FDP lehnte der Liegenschaftsausschuss einen Antrag der SPD-Fraktion ab. Die Genossen hatten gefordert, die Bottmühle dauerhaft den "Falken" zu überlassen. Wie berichtet, will die Jugendorganisation der Verwaltung bis Ende Januar ein Konzept zur Finanzierung der 700.000 Mark teuren Sanierung vorlegen. Oberbürgermeister Fritz Schramma, der ursprünglich die Karnevalsgesellschaft der Altstädter in der Bottmühle unterbringen wollte, hatte sich zuletzt bereit gezeigt, einen Verbleib der "Falken" wohlwollend zu prüfen. Jetzt ruderten CDU und FDP zurück."Uns liegen noch keine Angaben zur Finanzierung vor", sagte Ulrich Breite, Geschäftsführer der FDP-Fraktion. "Und wie die Kämmerei berichtet, steht es nicht gut. Wir sehen momentan nicht, wie die Falken die Bottmühle halten wollen." Breite kritisierte die Diskussion des Themas im Jugendhilfeausschuss.Dort habe man sich von CDU-Seite "zu forsch" geäußert. "Selbst wenn das Konzept vorliegt, werden wir die Sache noch einmal genau prüfen", kündigte Breite an. "Die Bottmühle ist ein Juwel, und die Falken könnten auch an anderer Stelle angemessen untergebracht werden."


Archiv der Rubrik Köln vom 24.01.2001:

Zukunft der Bottmühle "Falken" sammeln für Sanierung"Die Falken" dürfen aller Voraussicht nach in der Bottmühle bleiben. Das kündigte Dezernent Franz-Josef Schulte gestern im Jugendhilfeausschuss an. Die sozialistische Jugendorganisation hat das Geld für die Sanierung des Turms aufgebracht. "Wir warten jetzt darauf, dass die Falken die entsprechenden Belege einreichen", so Schulte. "Ich habe aber keinen Zweifel daran, dass dies auch klappt." Oberbürgermeister Fritz Schramma habe sich indes "klar positioniert", sagte der Dezernent: "Wenn die Falken das Gebäude dauerhaft unterhalten können, sollen sie bleiben." Das bestätigte auch die Ausschussvorsitzende Ingrid Necks (CDU): "Von einer Vertreibung der Jugendorganisation durch den Oberbürgermeister ist in keinster Weise die Rede." Im Dezember hatte Schramma gefordert, die Bottmühle der Karnevalsgesellschaft Altstädter über einen Erbbauvertrag zu überlassen. Den "Falken" bot er Hilfe bei der Suche nach einem Ersatzquartier an. Die Jugendorganisation wehrte sich dagegen. Ein Ersatz für die Mühle, die seit 30 Jahren als Jugendtreff dient, lasse sich nicht finden. Konrad Gilges, DGB-Vorsitzender und ehemaliger "Falke", hatte sich deshalb bemüht, die ursprünglich für die Sanierung veranschlagten 700 000 Mark aufzutreiben.Mit Erfolg: 90 Prozent der Kosten werden über Zuschüsse abgedeckt. So beteiligen sich das Jugendministerium und die Stiftung "Deutsche Jugendmarke". Den Rest wollen die "Falken" tragen. Ende Januar soll das Finanzierungskonzept der Stadt vorliegen. Für Irritationen sorgte gestern, dass die Sanierung - vor allem die Außenmauern sollen durch wucherndes Efeu beschädigt sein - erheblich teurer sein könnte als gedacht. Das hatte der Stadtkämmerer nach einem Ortstermin geäußert.SPD-Ratsherr Werner Kluth übte scharfe Kritik an der Verwaltung: "Jetzt erst unternimmt man den Versuch, die Kosten genauer festzustellen. Die Falken sollen dann sehen, wie sie damit fertig werden. So kann man mit einer Jugendorganisation, die wertvolle Arbeit leistet, nicht umgehen." Es sei Aufgabe der Stadt, Vorschläge für die Finanzierung zu entwickeln.