Das ist das online-Tagebuch unseres diesjährigen Sommerzeltlagers der F-Rings, der noch bis zum 28.9 unterwegs ist. Damit ihr ein kleines bisschen neidisch werdet, dass ihr nicht mitgefahren seid. Für nächstes Jahr könnt ihr Euch ja dann schon vormerken lassen!
(Die Zeltlager-Zeitung könnt ihr euch weiter unten runterladen)
1.
Tag, 10.8.: Wir sind nach recht langer Fahrt hier morgens angekommen.
Das Wetter war nicht besonders gut, eher kalt und regnerisch. Unser SJ-Ring
war praktisch schon abfahrtbereit, doch da die Busfahrer erst abends wieder
fahren durften, mussten wir so gut es ging mit 80 Leuten die Stunden bis zur
Abfahrt der Jugendlichen überbrücken. Zwar alles ein bisschen überfüllt und
ein komisches Gefühl, selbst gerade anzukommen, während die anderen gerade ihre
letzten Stunden auf dem Platz verbringen. Auch der Wetterbericht für die nächsten
Tage war nicht so berauschend. Schließlich konnten wir die Zelte aufteilen und
einrichten, das war doch schon mal etwas.
Abends gab es schließlich den Eröffnungsabend mit einer Helfervorstellungsrunde,
einem Kennenlernspiel. Außerdem haben sich die HelferInnen – wie so oft
– „zum Affen gemacht“, indem sie den Teilis den Monkey Dance
beigebracht haben, einen faszinierenden ausdrucksstarken Tanz mit einer Atemberaubenden
Choreographie!! (Sieht ziemlich affig aus, macht aber Spaß! Eure Kinder oder
Freunde können ihn euch bestimmt einmal vortanzen, wenn ihr sie lieb darum bittet!)
Zum Abschluss haben sich die Zeltgruppen noch Namen gegeben: Sieben Sterne Deluxe
(RF), Schneewittchen (RF), Italienische Mafia (RF), Die Wilden Kids (Gemischt
RF/F), Die Haie (F), Königinnengemüse (F unter 1,50 m)
2.Tag, 11.8.: Wetter: noch immer bedeckt, und .Heute
stand Dorf einrichten auf dem Plan. Das heißt, dass wir zuerst ca. 2o Tonnen
Müll der SJ-ler beseitigen mussten, inklusive vergessener Socken, Handtücher
und tausend anderer Gegenstände. Müssen die eine Kohle haben (oder eher die
Eltern?). J
Dann gab es genug zu tun: Dorfeingang bauen, Kommzelt einrichten und schmücken,
Kuschelzelt schmücken, Pinnwand gestalten, Briefkästen, Transparente malen,
Helferzelt aufräumen! An diesem Punkt waren wir natürlich sehr dankbar, dass
die SJ-ler vor uns dort waren, denn die meisten Dinge standen ja schon und mussten
nur nach unseren Ideen neugestaltet werden. (oder an ihren Platz geräumt werden
J)
Dann wurden die Sozialdienste eingeteilt (Küchendienst, Spüldienst, Kikodienst,
Mülldienst) und die Lagerbank eröffnet.
Abends startete ein große Nachtwanderung, die sich nach ca. 500 m im tiefsten
italienischen Dschungel verlaufen hatte, obwohl die Fährtensucherhelfer die
Gegend vorher erkundet hatten. Tja, manchmal verändert sich die Landschaft schneller
als man denkt.
Also alles zurück und mit denen, die noch Lust hatten auf einen Aussichtspunkt
und aufs Meer geguckt. Auch sehr schön, aber dann kam auch das schlecht Wetter
schon wieder.
3.Tag, 12.8.: Schön aber ziemlich windig! Planspielbeginn.
Den ausführlichen Bericht über das Planspiel findet ihr auch im Netz und auch
die Planspielzeitung. Es geht im Planspiel um politische Entscheidungen im Stadtteil:
soll auf der freien Baufläche ein Jugendzentrum oder ein Parkhaus entstehen.
Heute sollten sich die Gruppen (Bürgermeister, Ökopartei, Wirtschaftspartei,
Kinder, Eltern Geschäftsleute) über ihre Rollen klar werden und die ersten Ideen
sammeln. Das ging jedoch so schnell, dass wir die zweite Phase vorziehen mussten.
Es wurden die ersten Kontakte mit den anderen Gruppen aufgenommen. Das soll
morgen fortgeführt werden.
Vormittags gab es Neigungsgruppen wie Freundschaftsbändchen, Perlenketten und
Hairwrapping. Heute gab es zum ersten Mal PoLDipost (Postlagerdienst). Es gab
direkt einen Haufen Briefe auszuteilen. Man schreibt einen Brief, Namen des
Empfängers und Zeltgruppe drauf, und steckt ihn in den Poldikasten. Vor dem
Abendessen verteilt Poldipostfrau Fe die Briefe. Fast wie bei Harry Potter,
nur ohne Eulen.
4. Tag, 13.8. Strandwetter, deshalb viele zum Strand
gegangen! Das Planspiel deshalb erst nachmittags. Für die Dagebliebenen gab
es noch Neigungsgruppen, für Sebi und Alexander Planspielweiterentwicklung.
Im Planspiel ging es heiß her, denn die Bündnisse für Parkhaus und für Jugendzentrum
demonstrierten und gegendemonstrierten den ganzen „Stadtteil“ hoch
und runter, die Polizei konnte die Lage kaum besänftigen J. Sogar Wasserwerfer
wurden gesichtet... Na ja, bei so einer Hitze gar nicht so schlecht! Gleichzeitig
hatte der Bürgermeister einen vollen Dienstplan, denn jede Gruppe hatte sich
auf ein Gespräch eingeladen.
Nach dem Planspiel tagte zum ersten Mal der Lagerrat, der sich aus den ZeltsprecherInnen,
der Lagerleiterin Fe und dem Sekretär Magnus. Hier haben die Kinder die Möglichkeit,
Programm, Essensplan, Ausflüge etc. mitzugestalten. Scheint zu klappen, denn
alle sind sich einig, dass das Blubberwasser zu süß ist und nach nichts schmeckt!?
Wie in der richtigen Demokratie. Aber Scherz beiseite, der Lagerrat tagt und
hat auch ein Ziel für den Ausflugstag bestimmt!
Abends gab es noch eine extrem spannende Chaosrallye. Überall an den Bäumen
hingen Nummern, die führten zu Aufgaben, was wiederum dazu führte, dass alle
vier Gruppen chaotisch über den Platz rannten und verrückte Dinge taten. Leider
hatten einige Witzbolde im Eifer des Gefechts Zettel beseitigt, so dass manche
nicht mehr weiter kamen. Aber Spaß hat es doch allen gemacht, oder?
Abends haben die Schneewittchen im Außenlager übernachtet.
5. Tag, 14.8. Sonne, 30 Grad (bleibt so, falls nicht
anders vermerkt!)
Vormittags waren die Sieben Sterne mit Fe auf einem tollen Ausflug in Pesaro.
Toll deshalb, weil der Markt gestern war und weil nur genug Zeit war um von
der Ankunfthaltestelle durch die Stadt zur Rückfahrhaltestelle des Busses zu
gehen. Im Lager gab es NG Batiken.
Nachmittags ging das Planspiel weiter mit zwei tollen Kurzsommerfesten, die
die Bündnisse organisiert hatten. Wettessen, schminken und Karussell für ein
Jugendzentrum und danach Dosenwerfen, Schnittchenessen und Apfelfischen (inklusive
Kind in der Wasserwanne) für das Parkhaus. Klasse!!! Dann durften die Parteien
sich den unangenehmen Fragen ihrer Gegner stellen. Die Ratssitzung wurde schließlich
auf den nächsten Tag verschoben.
Abends waren die Haie im Außenlager. Der Rest hat am Lagerfeuer (Fackeln, weil
Campingplatz) gesungen.
6. Tag, 15.8. Der letzte Planspieltag, wurde aus organisatorischen
Gründen auf den nächsten Tag verschoben. Stattdessen ist der größte Teil der
Teilis mit ein paar Helfer zum großen Strand gegangen, der ein ganzes Stück
entfernt liegt. hat auch den ganzen Tag gedauert (nicht das Gehen!) Der Abend
begann mit einer Livesendung von „Herzblatt“, in der die drei Traumpaare
des Zeltlagerfernsehens bestimmt wurden. Zu gewinnen gab es ein Candlelightdinner
auf dem Zeltplatz, ein romantischer Nachmittag im Eiscafe oder eine Nacht im
Kuschelzelt mit Freunden ihrer Wahl. Anschließend wurde der Heartbreakersball
eröffnet, bei dem die ganzen Singles eine Zahl bekommen haben. Dann brauchte
man nur noch seiner Angebeteten oder dem Angebeteten einen Flirtbrief schreiben
und die Nummer der jeweiligen Person drauf zu schreiben. Der Love-Angel sorgte
für die ordnungsgemäße Zustellung der Briefe und Nachrichten. Stundenlang wurden
geheime Nachrichten ausgetauscht!!! Uiuiui!J, Gut, dass alle eine Stunde länger
aufbleiben durften, sonst hätten sie gar nicht alles schreiben können, was es
zu schreiben gab.
7. Tag, 16.8. SCHNARCH...... Heute war Ausschlaftag
bis zum Mittagessen! Also kein Programm am Vormittag, sondern Frühstücksbrunch.
Sogar die Kinder waren relativ ruhig nach dem Aufwachen. Relativ.....Hat aber
trotzdem allen gut getan.
Dann kam die alles entscheidende Stunde des Planspiels. Die Ratssitzung hatte
schließlich über das Bauprojekt zu entscheiden. Nach einem Gleichstand im ersten
Wahlgang entschied sich der Bürgermeister für das Parkhaus, mit dem Versprechen,
als nächstes Projekt das Jugendzentrum zu verwirklichen. Die Kinder fühlten
sich übergangen und waren zum Teil echt traurig: realistischer hätte die Entscheidung
nicht ausgehen können. Trotzdem fanden nur die Wenigsten das Planspiel blöd.
Nachmittags gab es Aktives neben dem Küchenzelt (Großspiele) und Kreatives vor
dem Helferzelt (;Malen und Ketten ketten).
Nach dem Abendessen gab es Spiele, Spiele, Spiele....
8. Tag, 17.8. Wecken um 7 Uhr, weil Ausflugstag. Zunächst ging
es nach Urbino einer kleinen mittelalterlichen Stadt im Hinterland, wo wir knapp
zwei Stunden Zeit hatten zum Bummeln. Danach fuhren wir – wie vom Lagerrat
geplant – 1,5 Stunden ans mehr in der Nähe von Ancona. Leider wusste der
italienische Busfahrer nicht wo der Strand ist, und gab uns nur zwei Stunden
Zeit bis zur Rückfahrt. Am Strand haben wir uns neben den Bezahlstrand gequetscht
und sind Baden gegangen. Das Wasser war total schön und erfrischend und die
Zeit verging wie im Flug (war ja auch nicht so viel...). Dann noch ein bisschen
Stau zurück und um 19 Uhr alle müde aber zufrieden auf dem Platz. Was will man
mehr?
Abendprogramm gab es nicht aber drei fröhliche Helfer machten sich auf den Weg
zu einer lustigen Odyssee nach Tavullia, der Heimat von Valentino Rossi, dem
Motorradweltmeister der 500ccm-Klasse. DA waren wir nämlich auf dem Weg nach
Urbino vorbei gekommen und der Busfahrer hatte nebenbei erwähnt, dass abends
dort ein Stadtfest zu Rossis Ehren stattfinden sollte. Also schnappte ich mir
(Alexander) noch Fe und Sebi und wir machten uns (viel zu spät) auf die Suche
nach dem Ort, dessen Namen wirr zu der Zeit noch nicht so richtig kannten. Nach
stundenlanger Irrfahrt (einmal bis nach Urbino und fast zurück) fanden wir den
Ort tatsächlich wieder. Nur leider sah es in der Stadt aus wie nach einem Veedelszoch.
Alle kamen schlendernd aus Richtung Stadtmitte. Das Fest war zuende und ich
habe Rossi nicht live gesehen. L Aber Sebi und ich haben uns noch Rossiplakate
besorgt und sind dann mit einer halbschlafenden Fe noch zur Strandpromenade
von Pesaro ins Eiscafe gefahren, schließlich hatten wir Jungs genug mit Motorrädern
gespielt.....J Auf alle Fälle war es ein lustiger Abend!! Wir sind voll motiviert
für die nächsten Tage (Fe ist ein wenig krank, liegt aber nicht an gestern!!!
9. Tag, 18.8. Wetter gut, wie immer. NG Muscheln suchen
am Strand vormittags. Eigentlich war nämlich Seniorentag. Deshalb gab es nachmittags
stricken mit Adrian und Kreuzworträtsel lösen mit Sebastian. Abends fand ein
stilechter Bingoabend statt, auch wenn keiner sivh die Haare grau gefärbt hat
und es nachmittags auch keinen Kaffee und keinen Kuchen gab. Schade!!
10.
Tag, 19.8. Heute war den ganzen Tag Workshoptag, weil nämlich
auch gleichzeitig abends Bergfest war. Jetzt haben wir die Hälfte des Zeltlagers
schon hinter uns, aber die andere Hälfte liegt noch vor uns, und das haben wir
gefeiert. Auf dem Bergfest wurden die verschiedensten legendären Vorführungen
wurden präsentiert. Das Alles wurde den Tag über in verschiedenen Gruppen vorbereitet.
Tanzen mit Fe und Illana, Sambainstrumente basteln uns vorführen mit Adrian,
Lied texten und singen mit Alexander und Sketche mit Leonie und Sebastian –
Wunder und Attraktionen soweit das Auge reicht! Danach gab es noch ein wenig
Party unter dem Sternenhimmel, länger als sonst, denn am nächsten Tag ist Ausschlaftag.
Schließlich konnten wir uns noch alle über Annes Ankunft freuen, die extra direkt
vom Ringfest als Verstärkung für das Helferkollektiv eingeflogen worden war.
Hallo Anne!!
11. Tag, 20.8.Schön ausgeschlafen konnte man sich
heute ab nach dem Mittagessen beim Pflegetag massieren lassen, die Haare färben
und schneiden lassen, Gesichtskuren und sonstige Gutgehdinge über sich ergehen
lassen. Die armen Helfer hatten leider keine Entspannung, denn sie führten ja
die Verschönerungen durch. Aber kein Klagen, denn ein Haufen sauberer und wohlriechender
Kinder ist ja was ganz Tolles!!!
Abends warteten wir dann alle auf eine Einführungsvorlesung einiger wichtiger
Professoren zum Thema Utopien, Traumschule und Traumstadt. Leider verspätete
sich der Flieger aus unerklärlichen Gründen derart, dass die Helfer die Einführung
am nächsten Tag eigenmündig durchführen mussten. Der Qualitätsunterschied war
natürlich nur gering!!!!
Da der Abend sinnvoll genutzt werden musste, zettelten einige mutige #Helfer
eine Rauferei/Kitzelei an, die zu einem viertelstündigen Geknubbel führte, das
schließlich zu einem allgemeinen gegenseitigen Schuhgeklaue führte. Die nächste
Dreiviertelstunde jagten sich sehr viele Leute mit oder ohne Schuhe über den
Platz und tauschten „geliehene“ Schuhe aus. Bis zur Bettruhe waren
jedoch die meisten wiedergefunden (Schuhe nicht Leute).
12.Tag, 21.8. Der Vormittag startete mit einer Spartakiade,
die jedoch nur bis zum Mittagessen ging. Die Helfer haben wirklich alles versucht,
bei den Teilnehmern Übelkeit zu erzeugen: Apfel im Wasser fischen, Bonbons im
Mehl fischen, im kKreis drehen und geradeaus laufen, mit Wasser im Mund über
einen Hindernisparcours, Rennen mit gebundenen Beinen und schließlich noch eine
Kleiderkette!! Aber keine Chance, den Teilis hat es sogar noch Spaß gemacht...Das
eine oder andere kann man bestimmt zu Hause noch toll wiederholen, damit die
Eltern auch anschaulich sehen können, was man bei den Falken so lernt. J.
Nachmittags startete der Arbeitskreis, bei dem sich zwei Gruppen entweder mit
der Traumstadt oder mit der Traumschule beschäftigte. Während die Kinder in
der Traumstadtgruppe anscheinend nur Playstation spielen oder fernsehen und
deshalb in ihrem Stadtteil nichts zu verbessern haben, wurden in der anderen
Gruppe die Vorzüge verschiedener Schultypen vorgestellt. Morgen geht es weiter.
Abends wurden die Gruppen auf dem internationalen Sportlerball geehrt, bei dem
sogar die amtierende Weltmeisterin im Tiefseefahrradfahren und auch der amtierende
Motorradweltmeister Valentino Rossi schaute vorbei. Es gab leckere Milchshakes
und danach Party, Party, Party....
13.
Tag, 22.8. Der Vormittag war heute ausnahmsweise mal frei, denn
wir mussten uns alle auf das Völkerballturnier vorbereiten, das für 15 Uhr angesetzt
war. Nachdem sich ca. drei Teams angemeldet hatten, konnten wir schon praktisch
mit der Endrunde starten. Das Turnier war dann auch nach 20 Minuten zu Ende,
weil das Helferteam die anderen vom Platz fegte (muss auch mal sein...J). Ein
kurzes aber dafür Vergnügen!
Anschließend durften sich alle im Arbeitskreis von dem Schock erholen. Während
die eine Gruppe versuchte, einen imaginären Stadtteil zu planen, sammelte die
andere Gruppe die Dinge, die sie an ihrer Schule am besten finden, mit dem Ziel,
der Traumschule aller Beteiligten möglichst nahe zu kommen.
Abends konnten die verschiedenen Zeltgruppen dann ihr Wissen bei einer Runde
„Wer wird Millionär?“ zeigen. Dabei mussten sie sowohl allgemeine
Fragen - Wie heißt der Trainer von Bayern München (wen interessiert so was denn)
– als auch Fragen über die Helfer – was für ein Auto fährt Leonie
(sehr wichtig) – beantworten. Natürlich überhaupt kein Problem für so
klasse TeilnehmerInnen!!!
14. Tag, 23.8. Der Tag startete mit einer Runde Frisbeefußball,
auch wenn das ein sehr ungewohntes Spiel zu sein scheint („Manno, keiner
gibt mir den Ball!?“). Die Helfer packten zum Teil schon überflüssiges
Material ein, das am nächsten Tag abgeholt werden sollte, und freuten sich auf
abends, denn heute war eigentlich das Helferessen geplant. Tja, aber schon der
Arbeitskreis konnte nicht mehr durchgeführt werden, da rasend schnell ein heftiges
Gewitter aufzog. Die Helfer hatten ihren Spaß, als sie im strömenden Regen die
Zelte überprüften, während sie die Teilis überzeugen mussten, das Wetter nicht
zu einem Spaziergang zu nutzen. Das Chaos setzte sich dann beim Essen fort,
weil die Küche heute aufwendiger gekocht hatte, wobei das Gewitter und vierzig
hungrige Kinder in einem Zelt nicht eingeplant gewesen waren. Die Essensausgabe
dauerte nur ca. 1,5 Stunden – hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit einer
Raubtierfütterung. Schließlich waren die Kinder mit dem Essen und die Helfer
mit den Nerven fertig, vor allen Dingen auch, weil wegen des Gewitters auch
das Helferessen schließlich ausfiel. Toll. Na ja vielleicht morgen.....
15. Tag, 24.8. Wir haben versucht Papier zu marmorieren,
aber irgendwie......Ist ja auch egal, hat trotzdem Spaß gemacht, auch wenn das
Ergebnis nicht das beste war. So gab es nachmittags bei endlich wieder schönem
Wetter viel Zeit zum Sonnenbaden und spielen, zumindest für die Teils, denn
die Helfer mussten bei Wüstentemperaturen die schweren Metallkisten packen und
schleppen. Und als sie dann fertig waren, kam der Anruf der Spedition, dass
diese erst viel später kommen würde. Trotzdem wurde in den Arbeitskreisen natürlich
weiter gearbeitet, die selben Gruppen, dieselben Themen. So langsam nehmen Traumstadtteil
und Traumschule Formen an.
Am Abend gab es Kultur pur für die Teilnehmer. Theater, die Bretter die die
Welt bedeuten. Live aus Köln eingelogen gaben die weltbekannten „Helpers“
ein Gastspiel auf dem Campingplatz. Gespielt wurde „Goldtaler“ in
der originalen Vollplayback-Version!! Was für ein Spektakel, denn Goldtaler
gab ihr sprichwörtliches letztes Hemd. Zur Belohnung durften die Helfer dann
danach endlich zu ihrem Helferessen, und weil das Küchenteam so gut aufpasste
und weil die Kinder so lieb waren, kamen die Helfer auch schließlich ganz entspannt
am Abend zurück. Fit für die letzte Woche!
16. Tag, 25.8. Da sieht man es mal wieder: Wenn Speckstein
als NG angeboten wird, können die anderen einpacken, so auch „Malen mit
Füßen“ Annes Füße blieben also sauber, na ja, sauberer, während Sebi und
Alexander Nach ihrer Neigungsgruppe aussahen, als hätten sie in einem Mehlbergwek
gearbeitet, die Kinder natürlich auch.
Am Nachmittag bekamen wir Besuch von Meibi und Maaike, die auch zufälliger weise
in der Nähe sind. Meibi war so richtig froh, endlich wieder auf dem Platz zu
sein. Er war ja gerade erst mit dem SJ-Ring in der ersten Ferienhälfte hier.
Abends wurde der Gruppenabschiedsabend aufgrund schlechten Wetters zu einem
Singsangabend umfunktioniert – unter dem Sternenhimmel, denn plötzlich
war das Wetter wieder gut. Komisches Land.
Dann haben sich einige Helfer endlich getraut, bei einer Gruppe trommelnder
Senegalesen vorbei zu schauen, die richtig Stimmung machten. Und oh Wunder,
die RF-ler waren schon vorher da. Endlich mal richtige Musik und nicht nur Charts.
17. Tag, 26.8. Heute gab es jedoch noch einmal NG
Perlenkrokodile und Perlenketten basteln. Dann die NG Streetdance, das gleiche
Lied zum einmillionsten Mal – Hilfe.
Im letzten Arbeitskreis des Zeltlagers stellten die verschiedenen Gruppen ihre
Ergebnisse fertig , die sie morgen beim Lagerabschluss präsentieren. Heute Abend
gab es zur Einstimmung auf Köln einen Kölschen Ovend mit Dreigestirn, Kostümen,
Elferrat, Nubbelverbrennung und viel kölscher Musik. Der Höhrepunkt stellte
eine Polonaise über den abendlichen Zeltplatz dar, am Bistro vorbei und vorbei
an verständnislos lächelnden Italienern – aber Spaß hat’s gemacht,
Alaaf! Zusätzlich gab noch Zelttauschabend , so dass alle noch mal die Zeltgruppen
mischen konnten.
18. Tag, 27.8. Heute ist der letzte Tag, über den
hier vor Ort im Zeltlagertagebuch berichtet wird, denn morgen werden wir mit
Abbauen und Aufräumen beschäftigt sein
Aber eigentlich habe wir heute auch nur den ganzen Tag abgebaut. Zum Glück hat
auch das Wetter mitgespielt. Schließlich haben wir abends Lagerabschluss gefeiert.
Die Ergebnisse der Arbeitskreise wurden vorgestellt. Ihr werdet sie bald im
Internet bewundern können. Vielleicht auch das Helferlied über Nudeln, Erbsen
und Möhren....
Als dann das Programm zu ende war, und „Niemals gehr man so ganz“
gespielt wurde, flossen bei vielen die Tränen, denn schließlich merkt man meistens
erst am letzten Abend, wie gut es einem gefallen hat.
Tja, das
war es dann wohl für dieses Jahr.
Vielen Dank fürs Lesen, sofern das mit dem Internet überhaupt geklappt hat (sonst
müsst ihr es halt später lesen. Obwohl, eigentlich habt ihr es ja anscheinend
schon gelesen, also vergesst es einfach.
In diesem Sinne
Mit sozialistischem Gruß
FREUNDSCHAFT
Der
F-Ring der Kölner Falken, Italien 2002.
Die Lagerzeitung könnt ihr im Doc Format runterladen (bis auf den Planspielbericht), der Download kann daher was dauern, aber es lohnt sich! Einfach mit Word öffnen!
Hinweis: Die Lagerzeitung-Extras haben mit unserem Planspiel zu tun, in dem es um politische Entscheidungen im Stadtteil ging. Ziel war es, den TeilnehmerInnen einen ersten Einblick in die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse zu geben. In sechs verschiedene Interessensgruppen aufgeteilt (Bürgermeister, Ökopartei, Wirtschaftspartei, Geschäftsleute, Eltern, Kinder) hatten sie die Aufgabe, Argumente für oder gegen eines der Projekte zu sammeln, Verhandlungen mit den politischen Gegner oder den politische Verbündeten zu führen, Termine beim Bürgermeister zu machen oder die Presse in ihre Öffentlichkeitsarbeit mit einzubeziehen.